Ron Hoenig. Jüdisch sein heute

Ron Hoenig. Jüdisch sein heute
Heute Jude zu sein – so wie ich es erlebe, da ich in Israel geboren, in Melbourne aufgewachsen bin und den größten Teil meines Lebens in Adelaide verbracht habe, jetzt hier in Deutschland – bedeutet, mit einer Art Orientierungslosigkeit zu leben. Es fühlt sich an, als würde sich der Boden unter unseren Füßen bewegen. Wörter, die wir alle verwenden – Antisemitismus, Zionismus, Israel, Solidarität, Kritik – bedeuten nicht mehr für alle dasselbe, und manchmal nicht einmal mehr dasselbe, was sie für uns vor zehn Jahren bedeuteten.

Andor Hirsch

Der Film Andor Hirsch spielt im Budapest der späten 1950er Jahre nach dem gescheiterten Aufstand gegen das kommunistische Regime. Im Mittelpunkt steht Andor, der nach einem Aufenthalt im Waisenhaus wieder bei seiner Mutter lebt und mit einer idealisierten Geschichte über seinen im Holocaust ermordeten Vater aufwächst. Diese gerät ins Wanken, als ein grobschlächtiger Mann auftaucht und behauptet, Andors leiblicher Vater zu sein.

Brief aus Jerusalem Nr. 32

Dr. Debbie Weissman lebt seit 1972 in Jerusalem und ist eine jüdische Pädagogin im Ruhestand. Sie war zwei Amtszeiten lang Präsidentin des Internationalen Rates der Christen und Juden und ist Autorin von „Memoirs of a Hopeful Pessimist: A Life of Activism through Dialogue“ (Memoiren einer hoffnungsvollen Pessimistin: Ein Leben als Aktivistin im Dialog), erschienen bei Urim/K’tav. Seit dem Herbst 2024 berichtet sie jeden Monat für BCJ Mitglieder über die Lage in Israel.

Blickwechselpreis 2026

Der Blickwechselpreis 2026 wird an Prof. Dr. Klaus Wengst (Braunschweig) für seine Verdienste in den christlich-jüdischen Beziehungen verliehen. BCJ Mitglieder und Gäste sind herzlich zur Preisverleihung eingeladen. Bitte melden Sie sich über den QR-Code an.

Laudatorin: Landesbischöfin i.R. Dr. Margot Kässmann
Termin: 29. Juni 2026, 17:00
Ort: Synagoge in Braunschweig, Steinstraße 4, 38100 Braunschweig