Freiwillige

Der Verein schaut über den Tellerrand hinaus – auch dadurch, dass er die Einsätze junger Erwachsener unterstützt. Die meisten von ihnen werden über Aktion Sühnezeichen – Friedensdienste vermittelt und betreut.

Diese Einsätze finden überwiegend in Israel statt, aber auch die USA, die Niederlande, Tschechien und andere Länder kommen vor. In der Regel arbeiten die Freiwilligen in Einrichtungen für oder Wohnungen von alten Menschen, die die Shoa überlebt haben. Aktion Sühnezeichen – Friedensdienste vermittelt darüber hinaus auch in soziale Einrichtungen (Arbeit mit Gehandicapten) oder in Museen, Bibliotheken, die die Auswirkungen des Nationalsozialismus oder der deutschen Besatzung aufarbeiten.

Es geht aber auch andersherum: Israelische junge Erwachsene arbeiten in Gedenkstätten in Deutschland und führen deutsche oder ausländische Besuchergruppen hindurch!

Aktuelle Berichte:


Elena Borodina (mit Justin, einem „Freiwilligen -Kollegen“)

Elena Borodina aus Russland hat 2020 – 2021 unter erschwerten Bedingungen als Freiwillige in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme gearbeitet; ergänzend kam Arbeit mit älteren Menschen hinzu: hier unterstützte sie die Tätigkeit von dem Pflegedienst Solidarische Hilfe im Alter. Einmal pro Monat findet das Begegnungscafé für ehemals NS-Verfolgte statt.

Hier finden Sie ihren ersten und zweiten Bericht.


Ekaterina Pototskaja

Ekaterina Pototskaja aus St. Petersburg hat im September 2021 einen ersten Bericht geschickt. Sie arbeitet in der KZ – Gedenkstätte Buchenwald in der Bibliothek, der Werkstatt, der Besucherinformation und forscht an der Geschichte des sowjetischen Speziallagers № 2 . Ihr Bericht endet:

Die Arbeit in der Gedenkstätte Buchenwald ist für mich sehr interessant. Ich finde, es ist wichtig, dass viele junge Menschen dank Aktion Sühnezeichen Friedensdienste die Möglichkeit haben, die Geschichte des Krieges besser kennenzulernen. Wir müssen diese Erinnerungen bewahren, um eine Wiederholung des Krieges zu verhindern. Ich bedanke auch alle Paten, die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste unterstützen: Frau Stemberg und auch Frau Rudnick von dem Verein „Begegnung – Christen und Juden Niedersachsen“ in Hannover.

Hier lesen Sie den ganzen Bericht. Im Januar 2022 hat sie einen weiteren Bericht geschickt, lesen Sie hier!


Jonah Bering mit Beate und Serge Klarsfeld

In 2021/2022 arbeitet Jonah Bering als Freiwilliger in Paris. „Mein Projekt, das Convoi 77, sitzt mit im Mémorial de la Shoah, dem Holocaust-Memorial und -museum. Das Convoi 77 forscht zum 77. Transport von Drancy nach Auschwitz, das war der letzte.
Die Idee ist es, dass hauptsächlich Schulklassen zu einer deportierten Person aus ihrem Ort forschen und deren Biografie mit Hilfe unserer Quellen zu erarbeiten, sodass wir diese veröffentlichen können.
Meine Aufgabe für das Convoi 77 war es bisher, eine Liste bzw. zu erarbeiten, in der alle bekannten Quellen über die Deportierten gesammelt werden.“

Seinen ersten Bericht und einen Zwischenbericht können Sie hier lesen.


Mara Lachmann

Mara Lachmann arbeitet seit dem 9.9.2021 als Freiwillige am Leo Baeck Institute, London, und musste coronabedingt den gesamten Vorbereitungsprozess digital durchmachen. Sie schreibt u. A. :

Pandemiebedingt arbeite ich an zwei von vier Tagen aus dem Homeoffice – oder wie es hier heißt: I am working from home.
Schließlich arbeite ich nicht aus dem britischen Innenministerium, dem sog. Home Office. Meine Arbeit am LBI ist sehr vielseitig: Einen großen Teil macht die Öffentlichkeitsarbeit aus. Hierbei kümmere ich mich zum einen um die Website.

Eine weitere zeitintensive Aufgabe bezog sich auf einen derzeit in Vorbereitung befindlichen Sammelband, der vom Leo Baeck Institute herausgegeben wird. Dieser befasst sich mit dem jüdischen Exilanten und späteren Intendanten des Zürcher Schauspielhauses Kurt Hirschfeld (1902-1964).

Und hier können Sie den kompletten Bericht lesen.


Begegnung unterstützt auch den Freiwilligeneinsatz von Clara Stürzl in Brno / Tschechien. Sie schreibt u.A.:

Liebe Paten und Patinnen,
inzwischen wohne und lebe ich seit drei Monaten in Brno, in Tschechien. Doch die Entscheidung, meinen Freiwilligendienst bei „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste“ zu verbringen, habe ich schon vor etwa zwei Jahren getroffen…

Mein Projekt besteht zum größeren Teil aus der Arbeit in der Werkstatt „Effeta“, einer Tageseinrichtung für Menschen mit geistigen Behinderungen…

Bei dem kleineren Teil meines Kombiprojektes handelt es sich um das Seniorencafé der jüdischen Gemeinde Brno.

Und hier können Sie den ganzen Bericht lesen!


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