Lesetipp im Januar

Lili Körber: Abschied vom Gestern
Im Mittelpunkt dieses Romans, der vermutlich 1949 in New York geschrieben und im vergangenen Jahr erstmals publiziert wurde, steht das aus Wien geflohene Ehepaar Genia und Robert Schicht, das 1941 mittellos in ein New Yorker Mietshaus auf der Upper West-Side einzieht, in dem fast ausschließlich deutschsprachige, meist jüdische Emigrantinnen und Emigranten leben. Genia ist Konzertpianistin, Robert Kinderarzt ohne Anstellung; seine Qualifikation zählt im neuen System wenig, ihre Kunst noch weniger – beide müssen sich jenseits ihrer bisherigen Identitäten neu definieren.

Filmtipp im Januar

Als es nach 1949 verstärkt zu Gewalttaten gegen Juden in der arabischen Welt kam, entschieden sie zahlreiche unter ihnen zur Flucht nach Israel. Yehuda Amir und Shimon Sasson verließen 1947 den Jemen im Rahmen der Operation „Fliegender Teppich“, Levana Zamir floh 1949 mit ihrer Familie aus ihrem Heimatland Ägypten und Liliana Seror wanderte 1967 mit ihrer Familie aus Tripolis über Italien nach Israel aus.

Betzavta kennenlernen – Eine interaktive Methode für erfahrungsbezogenes Demokratie- und Konflikt-Training

Diese aus Israel stammende Methode zielt darauf, durch Übungen demokratische Aushandlungsprozesse und Konfliktlösungen erfahrbar zu machen. Die Politologin und Trainerin Susanne Ulrich gibt hierzu die Möglichkeit mit einem Vortrag und einem einführender Workshop.

Referentin: Susanne Ulrich, CAP – Centrum für angewandte Politikforschung, München

Termin: 28. Januar 2026, 18-21 Uhr

Ort: Tagungshaus der Katholischen Akademie, Platz an der Basilika 3, 30169 Hannoverr

Zuhören, Lernen, Verstehen – Wie gelingt Christlich-Jüdischer Dialog?

In Vortrag und Gespräch zeigt der Referent, wie jüdisch-christlicher Dialog gelingen kann und wie der Deutsche Koordinierungsrat und seine Einzelgesellschaften diesen mit ihrem Engagement bis heute maßgeblich prägen. 

Vortrag: Dr. Torsten Lattki, Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Deutscher Koordinierungsrat e.V., Bad Nauheim

Termin: Mittwoch, 21. Januar 2026, 18-19:30 Uhr

Ort: Ev.-luth. Marktkirchengemeinde Hannover, Hanns-Lilje-Platz, 30159 Hannover