Lesetipp im Januar
Lili Körber: Abschied vom Gestern
Im Mittelpunkt dieses Romans, der vermutlich 1949 in New York geschrieben und im vergangenen Jahr erstmals publiziert wurde, steht das aus Wien geflohene Ehepaar Genia und Robert Schicht, das 1941 mittellos in ein New Yorker Mietshaus auf der Upper West-Side einzieht, in dem fast ausschließlich deutschsprachige, meist jüdische Emigrantinnen und Emigranten leben. Genia ist Konzertpianistin, Robert Kinderarzt ohne Anstellung; seine Qualifikation zählt im neuen System wenig, ihre Kunst noch weniger – beide müssen sich jenseits ihrer bisherigen Identitäten neu definieren.