Antisemitische Vorfälle in Niedersachsen

Titel des Jahresberichts Antisemitische Vorfälle in Niedersachsen 2025

Antisemitische Vorfälle in Niedersachsen

Wie zeigt sich Antisemitismus in Niedersachsen? Welche Entwicklungen sind besonders alarmierend? Katarzyna Miszkiel-Deppe, die Leiterin von RIAS Niedersachsen, stellt aktuelle Entwicklungen vor.

Referentin: Katarzyna Miszkiel-Deppe, Leiterin von RIAS Niedersachsen
Termin: 6. Oktober 2026, 19:00 Uhr
Ort: Anbau der Petri-Gemeinde, Kantplatz, Hannover

Der Jahresbericht Antisemitische Vorfälle in Niedersachsen 2025 der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Niedersachsen dokumentiert 672 antisemitische Vorfälle. Der Bericht macht deutlich, dass Antisemitismus in Niedersachsen zunehmend im Alltag sichtbar wird. Die meisten Vorfälle ereigneten sich im öffentlichen Raum, insbesondere auf der Straße. Auch das Internet, öffentliche Einrichtungen, das Wohnumfeld und der Arbeitsplatz werden als Tatorte genannt. Insgesamt waren 194 Personen direkt betroffen. Außerdem dokumentierte RIAS 190 antisemitische Versammlungen, die damit einen bedeutenden Anteil des Vorfallgeschehens ausmachten.

Inhaltlich bildete israelbezogener Antisemitismus den größten Bereich. 198 Fälle – rund 29 Prozent der Vorfälle, denen ein politisch-weltanschaulicher Hintergrund zugeordnet werden konnte – entfielen auf das Spektrum des antiisraelischen Aktivismus. An zweiter Stelle standen rechtsextrem oder rechtspopulistisch motivierte Vorfälle mit 15 Prozent. Zugleich konnte ein großer Teil der Fälle keiner eindeutigen politischen oder weltanschaulichen Richtung zugeordnet werden.

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