
Prof. Dr. Klaus Wengst
Laudatorin: Landesbischöfin i.R. Dr. Margot Kässmann
Termin: 29. Juni 2026, 17:00 Uhr
Ort: Synagoge in Braunschweig, Steinstraße 4, 38100 Braunschweig
an Prof. Dr. Klaus Wengst
Der Blickwechselpreis 2026 wird an Prof. Dr. Klaus Wengst (Braunschweig) für seine Verdienste in den christlich-jüdischen Beziehungen verliehen. BCJ Mitglieder und Gäste sind herzlich zur Preisverleihung eingeladen. Bitte melden Sie sich über den QR-Code an.
Der Verein Begegnung – Christen und Juden. Niedersachsen e. V. verleiht am 29. Juni 2026 den Blickwechselpreis 2026 an Prof. Dr. Klaus Wengst für sein langjähriges Engagement im christlich-jüdischen Dialog. Die Preisverleihung in Braunschweig wird gemeinsam mit der jüdischen Gemeinden Braunschweig K.D.ö.R. in der Synagoge ausgerichtet.
Klaus Wengst wurde 1942 in Remsfeld geboren. Er studierte evangelische Theologie in Bethel, Tübingen, Heidelberg und Bonn und wurde 1967 promoviert; 1970 folgte die Habilitation. Von 1981 bis 2007 lehrte er als Professor für Neues Testament an der Ruhr-Universität Bochum. Seine Forschung ist geprägt von sozialgeschichtlich orientierter Exegese und von der Frage nach dem Verhältnis der neutestamentlichen Schriften zum Judentum.
Diese Perspektive hat seine wissenschaftliche Arbeit ebenso wie sein kirchliches Engagement nachhaltig bestimmt. Von 1992 bis 2006 war Wengst Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Juden und Christen beim Deutschen Evangelischen Kirchentag, von 1993 bis 2003 außerdem Vorsitzender des Evangelischen Studienkreises Kirche und Israel in Rheinland und Westfalen. Darüber hinaus engagierte er sich in zahlreichen Vorträgen, Publikationen und Bildungsformaten für ein vertieftes christlich-jüdisches Gespräch.
Wie kaum ein anderer hat sich Klaus Wengst dafür eingesetzt, antijüdische Lesarten des Neuen Testaments zu überwinden und die bleibende Bedeutung Israels für die christliche Theologie herauszuarbeiten. Zu seinen wichtigen Publikationen gehören unter anderem Jesus zwischen Juden und Christen (1999, 2. Auflage 2004), Christsein mit Tora und Evangelium. Beiträge zum Umbau christlicher Theologie im Angesicht des Judentums sowie Gott im Wort. Theologie des Neuen Testaments: ein Widerhall der jüdischen Bibel (2025).
An der Preisverleihung wirken die Landesbischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig, Dr. Christina- Maria Bammel und Marina Jalowaja vom Landesverband der jüdischen Gemeinden Niedersachsens mit. Die Laudatio hält Prof. Dr. Ursula Rudnick, Pastorin i. R. Karin Haufler-Musiol, Vorsitzende des Vereins Begegnung – Christen und Juden. Niedersachsen e. V., wird den Preis überreichen.
Der Preis ist ein künstlerisch gestalteter Granatapfel, der eigens für diese Auszeichnung vom Ronnenberger Goldschmied Detlev Wegner entworfen wurde. Der Granatapfel spielt in der biblischen Symbolik sowie in der jüdischen und christlichen Kultur eine bedeutende Rolle.