Andor Hirsch

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Der Film Andor Hirsch spielt im Budapest der späten 1950er Jahre nach dem gescheiterten Aufstand gegen das kommunistische Regime. Im Mittelpunkt steht Andor, der nach einem Aufenthalt im Waisenhaus wieder bei seiner Mutter lebt und mit einer idealisierten Geschichte über seinen im Holocaust ermordeten Vater aufwächst. Diese gerät ins Wanken, als ein grobschlächtiger Mann auftaucht und behauptet, Andors leiblicher Vater zu sein.

Der Regisseur László Nemes ist einer der international bekanntesten ungarischen Autorenfilmer der Gegenwart. Andor Hirsch ist sein dritter Spielfilm nach Son of Saul (2015) und Sunset (2018), mit denen er sich bereits auf unterschiedliche Weise mit der ungarischen Geschichte und ihren Traumata auseinandergesetzt hat. Auch hier arbeitet Nemes wieder mit Clara Royer am Drehbuch und knüpft an Themen an, die für sein Kino typisch sind: Erinnerung, Gewalt, familiäre Verstrickung und die Frage, wie Geschichte in persönlichen Lebensläufen wirkt.

Der Film entwickelt ein intensives Familiendrama über Identität, Wahrheit, Verdrängung und den Wunsch eines Kindes, seine Herkunft zu versteht.

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