
Referentin: Rabbinerin Alisa Bach
Termin: 03. März 2026, 19.00 Uhr
Ort: Petri-Kirche Kleefeld (Anbau), Dörriesplatz, 30625 Hannover
Geboren in Berlin, vertrieben durch den Nationalsozialismus und später als liberaler Rabbiner nach Deutschland zurückgekehrt, verband Natan Peter Levinson in seiner Biografie Erfahrung von Verfolgung, Exil und Rückkehr mit einem außergewöhnlichen Engagement für Verständigung. Nach seiner Emigration 1941 in die USA studierte Levinson am Hebrew Union College in Cincinnati. 1950 kehrte er im Auftrag der World Union for Progressive Judaism nach Deutschland zurück. Er wirkte er als Rabbiner in Mannheim und Heidelberg, war Landesrabbiner von Baden, Hamburg und Schleswig-Holstein. Zugleich übernahm er zentrale Funktionen im jüdisch-christlichen Gespräch: als langjähriger jüdischer Präsident des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und als Präsident des International Council of Christians and Jews.Sein Blick auf das Christentum war von zwei Grundbewegungen geprägt: einerseits von klarer Erinnerung an die Geschichte christlicher Judenfeindschaft, andererseits von der Überzeugung, dass ernsthafter Dialog möglich und geboten ist.